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Bogen Visiere für Fortgeschrittene

Bogen Visiere für Fortgeschrittene

Bogen Visiere für Fortgeschrittene

 

 

 

 

Visierskalen

Viele Visierschützen nutzen vorgefertigte Visierskalen. Man schießt zwei Entfernungen, z.B. 20 Meter und 60 Meter ein, und misst dann den Abstand der Visierwerte.
Dann sucht man sich die passende Visierskala aus und klebt sie aufs Visier. Anschließend noch die kurzen Entfernungen einschießen und die lange Entfernungen noch einmal kontrollieren.
Mit dieser Skale ergeben sich gleich mehrere Vorteile:
- schnelleres Einstellen
- weniger Einstellfehler als bei dem System Tabelle-Visierwerte, kein verlorener Zettel ...
- besseres Feedback, falls nach dem ersten Schuss noch korrigiert wird kann man anschließend die richtige Entfernung direkt vom Visier ablesen.

 

Visierskala  (Dank an Roland)

 

Einfach runterladen und am besten mit dem Laserdrucker ausdrucken. Es gibt selbstklebende, Wasser und Öl-feste Folien in weiß und silber für Laserdrucker.

Gute Erfahrungen haben viel Bogenschützen auch mit verschiedenen Software Programmen gemacht, hier kann man alle Bogen und Pfeil Daten eingeben und die Visierskalen drucken - hört sich komisch an, ist aber so ;-)

Die 3. Achse am Compound Visier

Die richtige Einstellung der 3. Achse am Visier wird für die meisten Schützen immer ein ein Buch mit sieben Siegeln bleiben. Macht nix, die meisten brauchen diese Einstellung auch nicht.
Die Fita Schützen schiessen nicht bergauf oder bergab, die meisten 3D Schützen merken nicht das ihr Bogen nicht perfekt eingestellt ist, da sie meist nur einen Schuß pro Ziel abgeben.

Wer aber ernsthaft im Feld auf Ringscheiben oder auch 3 D Tiere gut treffen möchte kommt um diese Problematik nicht herum.
Trifft man bei steilen Bergauf- und Bergab-Scheiben genausogut, -oder genauso schlecht ;-)  wie in der Ebene kann man diese Einstellung auf später verschieben.
  
Trifft man aber in der Ebene recht gut, liegt bergauf immer links und bergab immer rechts, dann ist der Moment gekommen sich um die 3. Achse Gedanken zu machen. Dieser systematische Fehler kann durch eine Änderung am Visier beseitigt werden.

Hierzu muß man natürlich erst einmal den Grund für die Verschiebung der Trefferlage kennen.
Die meisten Schützen richten ihr Scope mehr oder weniger gerade am Bogen aus. Dies ist als Grundeinstellung sicherlich in Ordnung.

Einstellung 1. Achse (Sehne - Visierschiene)

Die meisten Schützen setzen die senkrechte Schiene des Visiers parallel zur Sehne und halten dann den Bogen perfekt gerade. Dies ist ok, muß aber nicht so sein, dazu später mehr. 

Einstellung 2. Achse (Visierschiene - Scope)

Das Scope muß im rechten Winkel zur senkrechten Visierschiene montiert sein.
Da das Scope durch die Wasserwaage ausgerichtet wird, verläuft die senkrechte Schiene sonst in einem Winkel. Dies bedeutet das das Scope bei der Höhenverstellung auch in der Seite bewegt wird. Stimmt diese Einstellung nicht, erzeugt man eine Seitenabweichung zwischen kurzen und langen Entfernungen.

Einstellung 3. Achse ( Scope - Visierlinie)

Ganz einfache Regel: Rauf rechts -> raus
Schiesst man bergauf rechts und berab links muß das Scope vom Schützen weg bewegt werden, entspechend natürlich anders herum.
Je größer der Fehler je weiter muss die Achse nach vorne oder hinten versetzt werden.

Aber warum das Ganze ?
Bewegt man das Visier nach oben oder unten und hält alles gerade, so bleibt auch die Wasserwaage in der Mitte.
Am Bogen aber wird das Visier fast immer etwas verdreht, beim Auszug drücken die Kabel auf den Kabelabweiser, die Achse durch das Scope zeigt nicht mehr zum Peep Sight. Bei einem gerade eingestellten Scope wird beim Bergaufschiessen die Wasserwaage meist nach links wandern, die linke Seite von Scope liegt höher. Dies gleicht der Schütze natürlich aus indem er den Bogen verkippt bis die Wasserwaage wieder in der Mitte ist. Mit dem Erfolg das die Trefferlage seitlich auswandert.

Wer nicht die Möglichkeit hat dies alles auszuschiessen, kann das neue Werkzeug von Hamskea archery  benutzen um eine gute Grundeinstellung einzurichten.

 

IMG_0921Feldbogen  Bergauf Pro Serie

 

Visier Einstellung beim Recurve Bogen

Beim Recurve Visier ist natürlich keine Wasserwaage erlaubt, daher kann es auch keine Einstellung der 3. Achse geben! Auch die 2. Achse, also der Winkel zwichen Visierpin und senkrechter Schiene hat keinen Einfluß auf die Trefferlage.

Es kann aber die 1. Achse eingestellt und natürlich auch verstellt werden.

Mit den Schrauben, die die senkrechte Schiene am waagerechten Vorbau befestigen, kann der Winkel zwischen der Schien und dem Bogen bzw. der Sehne eingestellt werden. Meist wird man das Visier so befestigen, das Schiene und Sehne in einer Linie sind. Dies muß aber nicht immer die beste Lösung sein.

Um für sich die beste Einstellung zu finden befestigt man eine dünne Schnur oben an einer Scheibe und läßt diese lotrecht nach unten hängen.

Das Visierkorn wird maximal nach oben auf dem Visier verschoben.
Nun auf eine Entfernung auf der man sehr sicher trifft, z.B. 5 Meter einige Pfeile schiessen bis die Schnur sicher getroffen wird.

Anschliessend das Visier ganz nach unten schieben und auf die gleiche Entfernung erneut schiessen.

Treffen die Pfeile wieder die Schnur ist alles ok.

Liegen die Pfeile LInks von der Schnur, so löst man die Schrauben und verdreht die senkrechte Schiene unten etwas nach links. ( bei Rechtslage entsprechend anderes herum)

Damit sollten die Pfeile beim erneuten Test besser liegen. Nach wenigen Versuchen ist das Visier optimal auf die natürliche Haltung des Recurve Schützen angepaßt.

Shibuya_RC